Die bezaubernde Geana

oder die Tragik der Allmende

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Tagebucheintrag der bezaubernden Geana, einer frei­stehenden Tulpen-Magnolie am Aasee in Münster vom 27. März 2011:

»Der Winter war schön, aber jetzt wird es wieder Zeit, mich in Schale zu werfen und mein schönstes Kleid anzuziehen. Auf dass alle, die vorbeikommen, sich an meinem Anblick erfreuen mögen.

Aber halt?
Wirklich alle?

Unter den Menschen, da gibt es welche, die ganze Zweige meiner Blütenpracht abbrechen und damit verschwinden. Meine fliegenden Freunde haben mir berichtet, dass die Menschen die Blütenzweige meist mit nach Hause nehmen und in Vasen stellen, damit nur sie selbst sich daran erfreuen können.

Gott, diese Menschen!

Soll das wirklich die Krone deiner Schöpfung sein?«

© J|R 2011/2017

»Ich habe heute ein paar Blumen
für dich nicht gepflückt,
um dir ihr Leben zu schenken.«

Christian Morgenstern

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