Time to Say Goodbye

Aufnahmedatum: 4. Mai 2013
Location: Juist
Geodaten: 53.6802, 6.996365
Kamera: Fujifilm FinePix HS30EXR
Bei klarem Sonnenuntergang wurde in der Schirmbar Juist im Mai 2013 das von Sarah Brightman und Andrea Bocelli gesungene Lied Time to Say Goodbye gespielt. Der Song startete, sobald die Sonne den Meereshorizont berührt und er endete, sobald sie komplett hinter dem Horizont verschwunden war – so als wäre das Lied speziell für den Sonnenuntergang komponiert worden.

Andrea Bocelli & Sarah Brightman – Time to Say Goodbye
Video auf Youtube

Sonnenuntergang auf Juist
Eigenes Video vom 23. Mai 2019 auf Youtube

Die Welt als Wille und Vorstellung (I/67)

Von Arthur Schopenhauer (1819)

»Der Tod [...] gleicht dem Untergange der Sonne,
die nur scheinbar von der Nacht verschlungen wird,
wirklich aber, selbst Quelle alles Lichtes,
ohne Unterlaß brennt, neuen Welten neue Tage bringt,
allezeit im Aufgange und allezeit im Niedergange.
Anfang und Ende trifft nur das Individuum,
mittelst der Zeit, der Form dieser Erscheinung
für die Vorstellung.«

Zitiert nach gutenberg.spiegel.de

»'Wenn einer fünfundsiebzig Jahre alt ist,' fuhr er darauf mit großer Heiterkeit fort, 'kann es nicht fehlen, daß er mitunter an den Tod denke. Mich läßt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, daß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur; es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.'«

Johann Peter Eckerman: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens
Zitiert nach gutenberg.spiegel.de

»Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.«

Joseph von Eichendorff

Spur im Sand

ich habe Dich gesucht.
Du warst nicht hier.
Ich sah der Menschen viel,
doch keiner sprach von Dir.

Ich hörte die Wellen rauschen.
Ich sah ihre weiße Gischt,
am Tage die goldene Sonne,
des nachts des Mondes Licht.

Ich hörte mein Herze klopfen,
wie Welle klopft an den Strand.
Ich wanderte mit den Wolken,
der Wind nahm mich bei der Hand.

Ich flog über Land und Meere.
Ich suchte den Weg zu Dir.
Fand keine Spur mehr im Sande
und dennoch warst Du bei mir.

Otto Reinhards
Lyrik am Meer: Gedichte

Für meine Mutter

Margret Reckfort

geb. Hülsbömer

*3. Dezember 1933       ✝ 27. Juli 2017

In tiefer Verbundenheit